Was ich letzten Sommer getan hab

Jeder weiß, was ich letzten Sommer getan hab. Ich löste einen Vulkan ab. Ich brach aus mir aus.

Nicht Saat sachte fallen gelassen, nein, mit ausgewachsenen Bäumen warf ich!

 

Ich toste. Ich schrie vom Balkon herab „ Wo ist das Leben?“ und: „Wie kann euch das hier alles reichen?“ Ich trat auch einen Autospiegel ab und spielte mit Kindern auf der Straße verstecken. Ich machte “rusky kapesnik“ und das mit Genuss und drehte mich solange, bis ich kotzte. Ich ließ die „Gerns“ und „Nur-Wenn-Möglichs“ weg und wälzte mich mit Inbrunst dann im Dreck.

 

Dann wuchs mir eine neue Haut -wie zur Belohnung- und gegen Feinstaub war ich resistent. Ein Klaps von mir auf meinen eignen Arsch, stand ich von da an wie ne Eins. Und ich verpasste fortan nie mehr kundzutun, wenn mir was nicht passte. Ich brodelte mit Freude nun und das, was innen kochte, ich gab es jetzt zum Fraße her und schoss die glühenden bald Worte bald Gesten, in Leidenschaft gegossen, fortan in alle Welt hinaus.

 

Und nach und nach versammelten sich Schaulustige und andre Menschen um mich her und standen mit offenen Mündern und dann tat ich so, als erstarrte ich wieder. Und die, die blieben, für die blieb ich… ein stetig glühender Fluss.

 

 

 

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